Farm to Fork - mehr Öko in der EU

Die Farm-to-Fork-Strategie der EU

Viele EntscheiderInnen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sind sich einig: es 5 vor 12 – unsere Lebens- und Wirtschaftsweise trägt dazu bei, dass der Klimawandel mit hoher Geschwindigkeit voranschreitet. Die tiefgreifenden Auswirkungen wie Extremwetterlagen und der Rückgang der Biodiversität (zum Blog-Artikel Biodiversität) rücken immer mehr in das allgemeine Bewusstsein. Der ‚Green Deal’ der EU-Kommission, eine Art Leitfaden zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft in der EU, umfasst unter anderem eine Biodiversitätsstrategie und die Strategie ‚Vom Hof auf den Teller’, international verständlich: ‚Farm-to-Fork-Strategy’. Dieser Beschluss ist wichtig und schafft Perspektiven für eine ökologischere Entwicklung der Landwirtschaft und der Lebensmittelwirtschaft.

Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)

Bei der Realisierung dieser Strategien spielen die nationalen Vorhaben der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) eine entscheidende Rolle. In Deutschland zum Beispiel stehen zwischen 2014-2020 jährlich rund 6,2 Milliarden Euro an EU-Mitteln zur Verfügung. Mit diesen Fördermitteln werden Landwirtschaftsbetriebe und ländliche Regionen gefördert (Quelle: www.bmel.de) Wer die Voraussetzungen für die Förderungen erfüllt, trägt gleichzeitig zur nachhaltigen Entwicklung bei.

Die GAP soll sich auf Basis der neuen Strategien Farm-to-Fork und Biodiversität entwickeln, um die gemeinsamen Ziele bis 2030 zu erreichen. Um zukünftig noch mehr LandwirtInnnen die Umstellung zum Bio-Betrieb zu ermöglichen, wird empfohlen, die nationalen Fördermittel der GAP aufzustocken.

(Foto von Demeterhof Breit, Wittlich)

Weiterführende Informationen stellt Bioland e.V. unter nachfolgenden Links zur Verfügung.

Farm-to-Fork – die neue Strategie für mehr Öko in der EU
Worum es geht und warum das jeden was angeht

www.demeter.de

www.bioland.de

 

Farm-to-Fork schickt Europa auf den Bio-Weg
Strategie muss Grundlage der EU-weiten Agrarpolitik werden
www.bioland.de

Warum uns die EU-Politik alle was angeht
Bioland-Präsident Jan Plagge erklärt die GAP


Bio aus RLP im Rundfunk

Bio-Betriebe aus Rheinland-Pfalz im Rundfunk

Einige Bio-Betriebe aus Rheinland-Pfalz wurden vom Südwestrundfunk (SWR) begleitet. Die Fernsehreportagen bieten interessante Einblicke hinter die Kulissen der Betriebe und in die ökologische Landwirtschaft.  Sie erzählen dabei auf sympathische Art und Weise auch die persönlichen Geschichten der Menschen und Familien, die hinter dem Betrieb stehen, mit all den Herausforderungen des täglichen Lebens und Arbeitens.

Alles Käse - die Milch macht's!

Der Bornwiesenhof im Hunsrück, Wilzenberg-Hußweiler (55767), wird seit 1989 biologisch-dynamisch nach den strengen Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Die Milch der Kühe mit Hörnern wird zum größten Teil in der hofeigenen Käserei zu feinsten Milch- und Käseprodukten verarbeitet. Der SWR begleitete Familie Jaschok, die Menschen auf dem Hof und die Tiere – entstanden ist ein beeindruckendes Hofportrait. Auf dem Bornwiesenhof finden im Rahmen der Öko-Aktionstage folgende Veranstaltungen statt: JoghurtWerkstatt / Küchenkäse aus aller Welt

Fünf Kinder und 150 Kühe

Auf dem Bioland-Betrieb Albertshof bei Rennerod (56477) ist immer etwas los – 150 Kühe, 140 Hektar Grünland, ein großer Hofladen und fünf Kinder sorgen dafür, dass es Kiki und Peter Doppstadt nie langweilig wird.

Mit Handicap zum Erfolg

Der Kleinsägmühlerhof in Altleiningen (67317) im Norden des Pfälzer Waldes mit Landwirtschaft, Bäckerei, Hauswirtschaft und Hofladen wird von einer Gemeinschaft geistig behinderter Menschen und deren BetreuerInnen biologisch-dynamisch nach den Richtlinien des Demeter-Verbands bewirtschaftet.

Mit Schwein in ein neues Leben

Der Bioland-Hof ‚Schweinothek’ der Familie Bornheimer-Schwalbach in Gau-Bickelheim (55999) ist das Zuhause der bunten Bentheimer Schweine. Im Hofladen sind die Erzeugnisse der Schweine erhältlich, außerdem hauseigene Weine und der beliebte Mittagstisch.

Hofübergabe mit Hindernissen

Auf dem Biolandhof Morgentau in Kleinniedesheim (67259) in der Vorderpfalz wird seit 1990 ökologische Landwirtschaft nach den organisch-biologischen Richtlinien des Bioland-Verbands betrieben. Im Jahr 2018 begleitetete der SWR die Übergabe des Familienbetriebs Zirker an die langjährigen Mitarbeiter Benjamin Gräf und Karlfried Eich.

Die Grenzgänger vom Ulmenhof

Der Ulmenhof in Sarmersbach (54552) in der Vulkaneifel wird von den Familien Frangen und Kneißl nach den organisch-biologischen Richtlinien des Bioland-Verbands bewirtschaftet. Drei Generationen sorgen täglich dafür, dass der Betrieb mit 90 Ziegen, 30 Milchkühen, eigener Käseproduktion und Hofladen rund läuft.

So findet man das Glück am Ende der Welt

Zwei Stadtmenschen suchen ihr Glück auf dem Land – Nina und Sebastian Kill kamen vor über 10 Jahren als studierte LandwirtInnen aus dem Ruhrgebiet in die Pfalz und erfüllten sich den Traum vom eigenen Bauernhof. Auf dem Bärenbrunnerhof in Schindhard (66996) sind Milchkühe, Schweine und Hühner zuhause. Im Hofladen werden hofeigene Erzeugnisse, darunter auch Vollkorn-Holzofenbrot, verkauft. Außerdem gibt es Produkte von Partnern und ein kleines Naturkostsortiment.

Wenn das Glück vier Beine hat - Die Leute vom Schauferts-Hof

Die Familien von Oliver Lucius und Uli Scheib kauften mit drei weiteren Freunden vor über 30 Jahren den Hof Schauferts in Schönborn (56370) und entwickelten den Betrieb nach organisch-biologischen Richtlinien mit Milchviehhaltung, Rindermast, Schweinezucht und Gastwirtschaft, seit 2004 auch eine Brauerei.
Der SWR begleitete die Hofgemeinschaft bereits mehrmals – zuletzt während des ‚Corona-Lockdowns’.
Teil 1 & 2 in der ARD-Mediathek, Teil 3 ‘Ansgars Entscheidung’, Mein Bauernhof in der (Corona-)Krise